Ladies Lunch der FDP in Ingolstadt
..(29.11.2010)
Über 65 Frauen waren der Einladung der FDP-Bundestagsfraktion zum "Ladies Lunch" gefolgt, um über das Thema "Frauen in Führungspositionen" zu diskutieren. Marina Schuster, Landesvorsitzende der Liberalen Frauen, und Miriam Gruß, FDP-Generalsekretärin, konnten Gäste aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und Kultur begrüßen.
Gastreferentin war die Ingolstädter Architektin Maria Garnisch vom Architekturbüro Garnisch + Werndle, die aus ihrer Biografie berichtete und den Frauen auch praktische Tipps gab, sich in Führungspositionen zu behaupten.
Über 65 Frauen waren der Einladung der FDP-Bundestagsfraktion zum "Ladies Lunch" gefolgt, um über das Thema "Frauen in Führungspositionen" zu diskutieren. Marina Schuster, Landesvorsitzende der Liberalen Frauen, und Miriam Gruß, FDP-Generalsekretärin, konnten Gäste aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und Kultur begrüßen. Gastreferentin war die Ingolstädter Architektin Maria Garnisch vom Architekturbüro Garnisch + Werndle, die aus ihrer Biografie berichtete und den Frauen auch praktische Tipps gab, sich in Führungspositionen zu behaupten.
"Frauen brauchen ein dickes Fell und Selbstvertrauen", so Maria Garnisch, und die tägliche Erfahrung zeige ihr: "Wahrscheinlich müssen wir sogar besser sein als Männer, weil unsere Qualifikation hinterfragt wird." Für den einen oder anderen Bauherren sei eine Frau als Bauleiterin immer noch ungewohnt, man traue den Frauen nicht immer sofort zu, auch in technischen Berufen Expertin zu sein. Nach wie vor hätten Frauen, die ganz nach oben wollen oder die Selbstständigkeit anstreben, mit Akzeptanzproblemen zu kämpfen. Nach einer aktuellen Studie des Verbandes der bayerischen Wirtschaft ist die Lohnlücke zwischen gleich qualifizierten Frauen und Männern immer noch 11 % - das ist der so genannte Gender Pay Gap. "Es gibt eine unsichtbare Decke nach oben, hart wie aus Beton", so Maria Garnisch.
Die Gredinger Bundestagsabgeordnete Marina Schuster führte aus, dass sich die Rolle der Frauen geändert habe, aber sie machte klar: "Am Ziel sind wir noch lange nicht." Nach wie vor werde die Welt der Wirtschaft von Männern dominiert. "Nach Analysen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ist der Anteil von Frauen in Führungspositionen im Jahr 2007 mit 27 Prozent in der Privatwirtschaft immer noch unterdurchschnittlich. Frauen gelingt es eher, in kleinen und mittleren Unternehmen Führungspositionen einzunehmen. In Großkonzernen sind Vorstände und Aufsichtsräte fast ausschließlich männlich", zitierte Schuster. In der Gruppe der Aufsichtsratsmitgliederinnen befindet sich gerade mal etwa eine Frau unter 20 Aufsichtsratsmitgliedern bei den DAX-notierten Großunternehmen. Ein großes Problem sei, dass gar nicht richtig nach einer Frau für den Aufsichtsratsposten gesucht werde. Dabei hätten Frauen in Führungspositionen positive Wirkungen: "Die Krisenfestigkeit eines Unternehmens steigt, der Firmenwert steigt, und schon die Mitteilung, das eine Frau in den Aufsichtsrat gewählt wurde, hat positive Renditen zur Folge. Dies belegt u.a. auch eine Studie von Dirk Rudolph aus dem Jahr 2009", erklärte Schuster.
Für Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger ein Beweis, dass Handlungsbedarf bestehe: "Die Politik ist also auch weiterhin bei diesem Thema gefordert und es zeigt sich, dass es eben nicht ein Frauenthema ist, sondern eines der Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik." Es gehe schließlich darum, für Frauen und Männer die gleichen Ausgangspositionen zu schaffen. Schon der Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Regierung unterstreiche das Ziel der Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen. So heißt es darin wörtlich: "Dazu wird ein Stufenplan, insbesondere zur Erhöhung des Anteils von Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten vorgelegt. Der Stufenplan setzt in einer ersten Stufe auf verbindliche Berichtspflichten und transparente Selbstverpflichtungen." Sie sei nun mit ihrer Ministerkollegin Dr. Kristina Schröder und den deutschen Unternehmen im Gespräch, wie diese Berichtspflichten umgesetzt werden sollen. "Der Corporate Governance Codex ist dabei ein wichtiges Instrument", so die Justizministerin.
Miriam Gruß berichtete aus ihrer eigenen Lebenserfahrung: wie schafft man es eigentlich, ein Bundestagsmandat und Familie unter einen Hut zu bringen? Der Wunsch nach Karriere, beruflichen Erfolg und gesellschaftlicher Anerkennung sei mit Familie und Kindern oft praktisch nur schwer vereinbar. "Deswegen ist Vereinbarkeit von Familie und Beruf von Anfang an mein Leitthema", so die familienpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion. Dem habe sie sich seit ihrer Wahl in den Bundestag 2005 verschrieben. Sie arbeite konsequent daran, die Familienpolitik konsequent nach vorne zu tragen. In ihrer Arbeit als Bundestagsabgeordnete und familienpolitische Sprecherin setze sie sich beispielsweise für eine Förderung von Jungs aus, für mehr männliche Erzieher und für das Aufbrechen von Geschlechterstereotypen. "Warum sollen Mädchen im Kindergarten in einer Puppenecke spielen und nicht in einer Forscherecke?"
Unter den Gästen waren die Staatssekretärin im Bayrischen Wirtschaftsministerium und Schatzmeisterin der Liberalen Frauen Bayern, Katja Hessel, die Landtagsabgeordnete Julika Sandt, die Landesfrauenbeauftragte der Deutschen Polizeigewerkschaft Anita Graf, die Frauenbeauftragte von der Uni Eichstätt -Ingolstadt Frau Prof. Dr. Johanna Meixner, die studentische Frauenbeauftragte von der Uni Eichstätt -Ingolstadt Frau Flora Neidlinger sowie die Vorsitzende der Liberalen Frauen Ingolstadt Gisela Ullmann und die FDP-Stadträtin Christel Ernst.
Die Gredinger Bundestagsabgeordnete Marina Schuster führte aus, dass sich die Rolle der Frauen geändert habe, aber sie machte klar: "Am Ziel sind wir noch lange nicht." Nach wie vor werde die Welt der Wirtschaft von Männern dominiert. "Nach Analysen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ist der Anteil von Frauen in Führungspositionen im Jahr 2007 mit 27 Prozent in der Privatwirtschaft immer noch unterdurchschnittlich. Frauen gelingt es eher, in kleinen und mittleren Unternehmen Führungspositionen einzunehmen. In Großkonzernen sind Vorstände und Aufsichtsräte fast ausschließlich männlich", zitierte Schuster. In der Gruppe der Aufsichtsratsmitgliederinnen befindet sich gerade mal etwa eine Frau unter 20 Aufsichtsratsmitgliedern bei den DAX-notierten Großunternehmen. Ein großes Problem sei, dass gar nicht richtig nach einer Frau für den Aufsichtsratsposten gesucht werde. Dabei hätten Frauen in Führungspositionen positive Wirkungen: "Die Krisenfestigkeit eines Unternehmens steigt, der Firmenwert steigt, und schon die Mitteilung, das eine Frau in den Aufsichtsrat gewählt wurde, hat positive Renditen zur Folge. Dies belegt u.a. auch eine Studie von Dirk Rudolph aus dem Jahr 2009", erklärte Schuster.
Für Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger ein Beweis, dass Handlungsbedarf bestehe: "Die Politik ist also auch weiterhin bei diesem Thema gefordert und es zeigt sich, dass es eben nicht ein Frauenthema ist, sondern eines der Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik." Es gehe schließlich darum, für Frauen und Männer die gleichen Ausgangspositionen zu schaffen. Schon der Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Regierung unterstreiche das Ziel der Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen. So heißt es darin wörtlich: "Dazu wird ein Stufenplan, insbesondere zur Erhöhung des Anteils von Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten vorgelegt. Der Stufenplan setzt in einer ersten Stufe auf verbindliche Berichtspflichten und transparente Selbstverpflichtungen." Sie sei nun mit ihrer Ministerkollegin Dr. Kristina Schröder und den deutschen Unternehmen im Gespräch, wie diese Berichtspflichten umgesetzt werden sollen. "Der Corporate Governance Codex ist dabei ein wichtiges Instrument", so die Justizministerin.
Miriam Gruß berichtete aus ihrer eigenen Lebenserfahrung: wie schafft man es eigentlich, ein Bundestagsmandat und Familie unter einen Hut zu bringen? Der Wunsch nach Karriere, beruflichen Erfolg und gesellschaftlicher Anerkennung sei mit Familie und Kindern oft praktisch nur schwer vereinbar. "Deswegen ist Vereinbarkeit von Familie und Beruf von Anfang an mein Leitthema", so die familienpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion. Dem habe sie sich seit ihrer Wahl in den Bundestag 2005 verschrieben. Sie arbeite konsequent daran, die Familienpolitik konsequent nach vorne zu tragen. In ihrer Arbeit als Bundestagsabgeordnete und familienpolitische Sprecherin setze sie sich beispielsweise für eine Förderung von Jungs aus, für mehr männliche Erzieher und für das Aufbrechen von Geschlechterstereotypen. "Warum sollen Mädchen im Kindergarten in einer Puppenecke spielen und nicht in einer Forscherecke?"
Unter den Gästen waren die Staatssekretärin im Bayrischen Wirtschaftsministerium und Schatzmeisterin der Liberalen Frauen Bayern, Katja Hessel, die Landtagsabgeordnete Julika Sandt, die Landesfrauenbeauftragte der Deutschen Polizeigewerkschaft Anita Graf, die Frauenbeauftragte von der Uni Eichstätt -Ingolstadt Frau Prof. Dr. Johanna Meixner, die studentische Frauenbeauftragte von der Uni Eichstätt -Ingolstadt Frau Flora Neidlinger sowie die Vorsitzende der Liberalen Frauen Ingolstadt Gisela Ullmann und die FDP-Stadträtin Christel Ernst.



