Miriam Gruß - Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion für Familienpolitik

Integrationsstudie bestätigt FDP-Bildungspolitik/ Kritik an Bayerns Innenminister Herrmann

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(07.10.2010) „Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist in Bayern weit fortgeschritten“, resümiert Miriam Gruß anlässlich einer heute vorgestellten Studie des Bayerischen Sozialministeriums zur Integration. „Das sollte aber kein Anlass sein, die Hände in den Schoß zu legen.“

Die Generalsekretärin der bayerischen FDP empfiehlt eine Lektüre der Studie besonders all jenen, „die immer wieder versuchen, aus Ängsten und Vorurteilen gegenüber Migranten politisches Kapital zu schlagen.“



Die Studie unterstreicht besonders die Bedeutung der frühkindlichen Bildung. Gruß: „Als FDP fühlen wir uns dadurch in unserem Kurs bestätigt, in Bayern  den Ausbau qualitativ hochwertiger Bildungseinrichtungen weiter zu forcieren.

Zwar funktioniert die Integration in Bayern insgesamt relativ gut. Defizite dürfen nicht verschwiegen werden. Mit dem absurden Beharren darauf, dass wir kein Einwanderungsland seien, wurde auch in Bayern die Integration viel zu lange vernachlässigt. Dass die schwarz-gelbe Staatsregierung auf Betreiben der FDP einen Integrationsbeauftragten eingesetzt hat, ist ein guter erster Schritt zu einer koordinierten Integrationspolitik. Wir Liberale wollen die Förderung der Integration in Bayern nun auch auf eine einheitliche gesetzliche Grundlage stellen. Darum setzen wir uns für ein bayerisches Integrationsgesetz ein.“

Gleichzeitig nahm Miriam Gruß Stellung zur aktuellen Debatte um die Islam-Äußerungen von Bundespräsident Christian Wulff: „Angesichts von 4 Millionen in Deutschland lebenden Muslimen hat der Bundespräsident völlig recht, wenn er sagt: Der Islam gehört inzwischen zu Deutschland. Ich kann nicht nachvollziehen, warum der Bayerische Innenminister Herrmann diese Aussage zum Anlass genommen hat, erneut vor Multikulti zu warnen.“

Mehr Informationen zum Thema:

Studie ''Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Bayern''


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